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Ratgeber Stachelbeeren

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Allgemeines

Die Stachelbeere gehört zur Gattung Ribes in die Untergattung Grossularia. Die Stachelbeere ist ein Strauch mit mehr oder weniger stark bewehrten Trieben. Botanisch sind die Stacheln umgewandeltete Blätter und müssen deshalb als Blattdornen bezeichnet werden.

Die Blüten sitzen einzeln oder paarweise, manchmal aber auch als wenigblütige Trauben an Langtrieben sowie meist stachellosen Kurztrieben.Für einen hohen Ertrag ist ein guter Bienenflug zur Blütezeit notwendig.

Standort

Stachelbeeren blühen bereits im zeitigem Frühjahr. Im Gegensatz zur Johannisbeere sind Stachelbeeren empfindlich gegen eine direkte Sonneneinstrahlung. Die Pflanze verliert nicht nur vorzeitig ihre Blätter, sondern auch die reifenden Früchte nehmen Schaden, da sich Sonnenbrandflecken bilden. Stachelbeeren baut man am besten in halbschattigen Lagen an, auch ein Standort unter Obstbäumen eignet sich.

Boden

Die Hauptwurzeln der Stachelbeere befinden sich in den obersten 20 cm des Bodens, trotzdem ist eine Lockerung von ca. 40 cm Tiefe ratsam vor der Pflanzung. Man entfernt alle Wurzelunkräuter und bringt nährstoffreichen Kompost in den Boden ein. Auf leichten Böden ist die Zugabe von Torf von Vorteil. Vorhandene Verdichtungen des Bodens in 20 – 50 cm Tiefe müssen durch Lockerung beseitigt werden., damit die Wurzeln auch in die tieferen Bodenschichten gelangen können. Nach der tiefgründigen Vorbereitung des Bodens ist dieser bis zur Pflanzung unkrautfrei und feucht zu halten.

Pflanzung

Gepflanzt wird im Oktober/November, gegebenenfalls noch im März/April. Eine Pflanzung im Herbst ist nur von Vorteil, wenn sie rechtzeitig erfolgt, und die Pflanzen vor dem Eintritt des Frostes neue Wurzeln bilden. Pflanzungen im Dezember bringt gegenüber der Frühjahrspflanzung keine Vorteile. Sträucher, die bei der Frühjahrspflanzung bereits angetrieben sind, wachsen nicht nur schlechter an, sondern bleiben auch im ersten Jahr im Wuchs zurück.

Die Pflege des Bodens

Stachelbeeren wurzeln flach, aber tiefer als Johannisbeeren. Im Frühjahr beginnt man die Bodenpflege durch flaches Hacken. Dadurch wird der kapillare Wasseraufstieg im Boden unterbrochen und die Winterfeuchtigkeit besser für das Wachstum und den Fruchtansatz der Stachelbeere genutzt. Diese Lockerung des Bodens wird beibehalten, bis die Früchte eine Länge von etwa 8 mm erreicht haben. Ab diesem Zeitpunkt bis nach der Ernte setzt man dann die Bearbeitung des Bodens aus. Nach der Ernte lockert man den Boden gründlich, aber nicht tiefer als 8 cm. Unter den Sträuchern ist ein tiefes Umgraben während des ganzen Jahres nicht von Vorteil, weil dadurch das Wurzelsystem zerstört wird. Bis zum  Herbst ist der Boden je nach Bedarf durch flaches Hacken zu lockern.

Düngung

Den Ertrag und die Größe der Früchte kann man durch Zugabe von Nährstoffen verbessern. Eine gute Versorgung mit Humus, durch Einbringen von nähstoffreichem Kompost oder Stalldung verbessert den Wasserhaushalt und die Kraft des Bodens. Im Abstand von ein bis drei Jahren verteilt man 1 bis 3 kg/qm unter den Pflanzen und arbeitet den Dünger flach in den Boden ein.

Bewässerung

Mit beginnender Fruchtentwicklung und fortgesetzt bis zur Ernte ist eine regelmäßige Versorgung mit Wasser erforderlich. Ein wöchentliches Gießen von 20 Liter pro Quadratmeter auf leichten Böden. In den sommerlichen Trockenperioden, vor allem ab Ende August bis Mitte September, ist durch Gießen für eine ausreichende Bodenfeuchte zu sorgen.

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Ratgeber Stachelbeeren
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